Über uns

Der Gemeindeverband wurde als Gemeindeverband Sauerland-Nord am 16. November 1972 in der Schützenhalle in Heinrichsthal-Wehrstapel gegründet. Bei der konstituierenden Versammlung waren 69 Kirchengemeinden vertreten. Im Laufe der folgenden Jahre haben sich alle 149 Kirchengemeinden im Verbandsgebiet angeschlossen. Vorsitzender der Verbandsversammlung wurde Dechant Manfred Graf von Pourtalès aus Neheim. Er wurde durch seinen Tod 1974 von Dechant Robert Beule aus Meschede abgelöst. Nach dessen Ausscheiden übernahm im Jahr 1988 Dechant Johannes Sprenger aus Meschede den Vorsitz der Verbandsvertretung. Dieser legte in der Verbandsversammlung 2009 sein Amt nieder. Gewählt wurde Dechant Georg Schröder aus Bad Fredeburg. Erster Geschäftsführer des Gemeindeverbandes war Theodor Wortmann aus Meschede, bedingt durch seinen Ruhestand wurde er im Jahr 2004 durch Josef Mertens aus Sundern-Bönkhausen abgelöst.

Wie bereits mit der Änderung des Namens im Jahr 1996 in „Gemeindeverband Katholischer Kirchengemeinden Hochsauerland-Waldeck“ angedeutet, werden hiermit die kommunalen Strukturen des Hochsauerlandkreises und des Landkreises Waldeck-Frankenberg nachvollzogen und somit die geographischen und historischen Bezeichnungen unseres Raumes übernommen.

Im Erzbistum Paderborn ist der Gemeindeverband Kath. Kirchengemeinden Hochsauerland-Waldeck einer von insgesamt sieben Gemeindeverbänden und bildet eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die Rechtsverhältnisse der Gemeindeverbände sind im staatlichen Gesetz über die Verwaltung des katholischen Kirchenvermögens (Vermögensverwaltungsgesetz) vom 24. Juli 1924 geregelt.

In diesem Sinne ist der Gemeindeverband nach und nach in die Aufgaben eines kirchlichen Verwaltungsdienstleisters hineingewachsen und erfüllt im Wesentlichen folgende Aufgabenfelder:

  • Verwaltungsunterstützung für die angeschlossenen Mitgliedsgemeinden, soweit die einzelnen Kirchenvorstände die Inanspruchnahme beschließen,
  • Wahrnehmung der Gemeindeinteressen gegenüber den kommunalen und staatlichen Behörden,
  • Wirtschaftliche Betreuung der zugeordneten selbständigen Einrichtungen mit überpfarrlichem Charakter,
  • Wahrnehmung von rechtlichen und wirtschaftlichen Aufgaben im Dienst der überpfarrlichen Seelsorge und Bildungsarbeit in verwaltungsmäßiger Hinsicht.

In den zurückliegenden Jahren hat sich der Gemeindeverband von einer Verwaltungseinheit zu einem Dienstleistungs- und Kompetenzzentrum für die Kirchengemeinden weiterentwickelt. Der Schwerpunkt wird heute in einer umfassenden Betreuungsleistung für die angeschlossenen Kirchengemeinden und Kindertageseinrichtungen gesehen.

Aufgrund sich verändernder Rahmenbedingungen (gesetzliche Vorgaben, rückläufige Finanzmittel, verändertes Kommunikationsverhalten, etc.) entwickelt sich auch der Gemeindeverband in seinem Selbstverständnis und in seiner Organisationsstruktur als Dienstleister für die Kirchengemeinden stetig weiter. Die Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gemeindeverbandes dienen somit in erster Linie der Entlastung der Geistlichen vor Ort zur Erfüllung der ureigenen Aufgaben der Kirche sowie der Unterstützung und Entlastung der vielen ehrenamtlich tätigen Menschen in den Pastoralen Räumen, den Kirchengemeinden, in Kirchenvorständen, Pfarrgemeinderäten, etc.

Organe des Gemeindeverbandes sind die Verbandsvertretung sowie der Verbandsausschuss. Die räumliche Einbindung in den kirchlichen Kontext dokumentiert sich durch die direkte Nachbarschaft mit der Kirchengemeinde St. Walburga in Meschede sowie dem Dekanatsbüro des Dekanates Hochsauerland-Mitte, das zum 1. Juli 2006 aus den Dekanaten Meschede und Wormbach neu gegründet wurde.

Bereits in den ersten Jahren befand sich die Verbandsgeschäftsstelle in Räumlichkeiten am Stiftsplatz in Meschede. Aus Platzmangel fand 1990 der Umzug in die Räume der ehemaligen Post, in unmittelbarer Nachbarschaft statt. Im Jahr 2012 nach dem Auszug Pfarrer Sprengers aus den pfarramtlichen Räumen im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss zog das Pfarrbüro in die alte „Gräfliche Verwaltung“ in der Nachbarschaft. Der Gemeindeverband konnte die Räumlichkeiten für sich gewinnen und sich nach grundlegenden Renovierungsarbeiten vergrößern.

Im November 2008 wurde in der Verbandsvertreterversammlung die neue Trägergesellschaft für Kindertageseinrichtungen, die „Kath. Kindertageseinrichtungen Hochsauerland-Waldeck gem. GmbH“ gegründet. Dieser Trägergesellschaft sind von den insgesamt 67 Kindertageseinrichtungen im Verbandsgebiet nach und nach bisher 58 Einrichtungen beigetreten.

In der Verbandsversammlung 2011 wurde eine Kooperation des Gemeindeverbandes-Hochsauerland-Waldeck mit dem Gemeindeverband Hellweg im Rahmen eines Modellprojektes für fünf Jahre ab dem 1. Januar 2012 beschlossen. Da der Geschäftsführer des Gemeindeverbandes Hellweg, Herr Rüther, seine Tätigkeit zum 31. Dezember 2011 beendete, wurde der Geschäftsführer des Gemeindeverbandes Hochsauerland-Waldeck, Herr Josef Mertens, zusätzlich mit der Geschäftsführung des zweiten Gemeindeverbandes beauftragt. In 2016/2017 erfolgte auf den Verbandsversammlungen der Beschluß zur Kooperation der Gemeindeverbände Hellweg, Hochsauerland-Waldeck und Siegerland-Südsauerland, dem Kooperationsraum Mitte im Erzbistum Paderborn.

Durch die Neuregelung der pastoralen Räume, die im Erzbistum ab dem 1. Januar 2010 schrittweise auf den Weg gebracht wurde, haben zum 1. Januar 2013 auch im Verbandsgebiet des Gemeindeverbandes Hochsauerland-Waldeck drei Fusionen von Kirchengemeinden stattgefunden.

Mit heutigem Stand sind beim Gemeindeverband Hochsauerland-Waldeck 46 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt, einschließlich zwei Auszubildenden, bei der Kath. Kindertageseinrichtungen Hochsauerland-Waldeck gem. GmbH sind es fünf Mitarbeiter in Meschede, mit den Tageseinrichtungen sind es insgesamt 806 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.